Auszüge aus Kritiken

Abschlußkonzert des Meisterkurses Chordirigieren und Chorsingen, 28. August 2016

(Bernd Guido Weber, Schwäbische Zeitung)

Ein fabelhafter Abschluss des Meisterkurses.
[…] Scheerer arbeitet energisch die gewagten Tonsprünge, die polyphonen Finessen heraus. Fast modern, bis auf das theatralisch Überhöhte, Übersteigerte.
[…] Abschluss und Höhepunkt ist die Motette „Warum ist uns das Licht gegeben“ von Johannes Brahms. Warum, warum, immer wieder die Frage, bis zum erlösenden „Lasset uns unser Herz aufheben zu Gott im Himmel.“ Scheerer führt den Chor zur Höchstleistung, inszeniert die leisen, nach Antwort suchenden Passagen spannend, sauber, artikuliert. Leise ist schwer – und hier so gut. Viel Beifall.”

Konzert mit dem Kammerchor con anima, 23. März 2014

(Eva Eismann, Hessisch-Nidersächsischer Anzieger)

„Die Sänger trafen das Leiden, ja die Wehleidigkeit, in Johannes Brahms‘ „Ich aber bin elend und mir ist wehe“ ebenso wie die schillernden Klänge von Lasse Thoresens „Mon Dieu, mon adoré“.
Mit einer Seifenblase hatte Dirigent Jan Scheerer dieses Loblied auf den Gott des Babismus zuvor verglichen. Getragen vom Zusammenspiel meditativer Töne wie aus einem Didgeridoo und schwebender Höhen schien sie fast durch den Raum zu wabern."

Konzert mit dem Kammerchor con anima, 30. August 2014

(Udo Hinz, Göttinger Tageblatt)

„Schon bei diesem Werk [BWV 226] fällt der ausgeglichene wie auch facettenreiche Klang des 26-köpfigen Ensembles auf. […]
Der Chor überzeugt mit seiner Dynamik zwischen sanften und kräftigen Stimmlagen. […]
Dieses ergreifende und hervorragend interpretierte Stück [Lasse Thoresen: Mon Dieu, mon adoré] öffnet Türen zur Seele. […]
Die Shakespeare-Vertonungen des Schweizers Frank Martin (1890-1974) geraten mystisch, bedrohlich, aufwühlend. Bravourös meistert der Chor die komplexen Stimmschichten dieses Werks. […]
Hier [Nils Lindberg: aus O mistress mine] zeigt sich, wie zart und luftig der Kammerchor klingen kann. […]
Dem Namen „Con Anima“, übersetzt „mit Seele“, ist der Chor an diesem Abend gerecht geworden."

Konzert mit dem Kammerchor con anima, 23. März 2014

(Jens Wortmann, Kulturbüro Göttingen)

„Scheerer zauberte mit vielfältiger Dynamik einen warmen, runden Chorklang in das Kirchenschiff."

Konzert mit dem Landesjugendchor Baden-Württemberg, 6. November 2013

(Claus-Dieter Hanauer, Badische Neuste Nachrichten)

„In all diesen Chorstücken bewies sich der Landesjugendchor als ein intonationssicheres, stimmlich außerordentlich gut geschultes Vokalensemble, das mit einer großen dynamischen Bandbreite zum Kern der Projektstücke vordrang.
Souverän geführt, aber auch leidenschaftlich angetrieben von Jan Scheerer, bewährten sich die jungen Sängerinnen und Sänger auch in so dynamisch wie rhythmisch höchst anspruchsvollen Chorwerken wie Johannes Brahms’ „Schaffe in mir Gott” oder in den Anderson Vertonungen Per Nørgårds."

Konzert mit dem Kammerchor con anima, 22. Oktober 2013

(Jens Wortmann, Kulturbüro Göttingen)

„Diese wunderbaren Lieder, in der Tradition des Minnesangs und mit einer gehörigen Portion Selbstironie - eben "very british", machen einfach Spaß. Vor allem, wenn sie so gekonnt und mit Freude vorgetragen werden.
[…] Der begabte Dirigent Jan Scheerer hat nicht nur sein Ensemble gut vorbereitet, sondern konnte in diesem letzten Teil seine aufmerksamen Sängerinnen und Sänger mitreißen."

Konzert mit dem Kammerchor con anima, 12. Juni 2013

(Michael Schäfer, Göttinger Tageblatt)

„In allen Chorstücken erwies sich „Con anima“ als ein bewundernswert intonationssicheres, stimmlich bestens geschultes Vokalensemble, das dynamisch flexibel, fast durchweg ohne Zeichen von Anstrengung und mit feinsten Nuancen des Ausdrucks singt. Scheerers kurze, informative Werkerläuterung bereicherten den Abend, den die Zuhörer lange beklatschten. "

Konzert mit dem Landesjugendchor Baden-Württemberg, 4. November 2012

(Markus Mertens, Badische Neueste Nachrichten)

„Denn am Ende eines in jeder Hinsicht unkonventionellen Konzertes ist der Jubel vollauf berechtigt. Und das nicht nur, weil der Klangkörper unter Jan Scheerer Großartiges geleistet hätte.
[…] Augenblicklich wird man ergriffen von dieser schlagenden Intensität des Gefühls. Nicht der Hauch einer Chance sich der Bitterkeit zu erwehren, die den Raum in Sekunden ergreift.
[…] Hier fehlt es an nichts. Nicht die Spur mangelnder Reife, als es an Hugo Distler und dessen Trauer-Werk "Fürwahr, er trug unsere Krankheit geht.
[…] Denn bei soviel Energie selbst aus dem Traurigsten so bezaubernd schöne Kunst zu formen, hätte selbst das pessimistischste Lied keinen der Gäste betrübt nach Hause fahren lassen."

Konzert mit dem Kopenhagener Bachchor, Sankt Pauls Kammerchor, SymfUni (Kopenhagener Universitätssymphonieorchester) am 5. November 2011

(Ole Josephson, Helsingør Dagblad)

„Der große Chor konnte einen dichten und vollen Klang bieten, der sich zu einem guten Gesamtklang zusammenfügte und sich in allen Registern entfaltete. Die Pianissimostellen waren klar und präsent, und unter den schönen Fortepassagen bebte der Kirchenraum vor Wohlklang. Die Soprane klangen sicher und frei in der Höhe, die Alte waren stark in der wichtigen Mittellage. Die Herrenstimmen hielten gut mit in den vierstimmigen Passagen, ihnen fehlte ein wenig Power, wenn sie solistische Einsätze hatten.”

„[…] die jungen Musiker folgten der sorgfältigen Gestik des Dirigenten und erfüllten die Erwartungen wohl. Jan Scheerer dirigierte ohne Noten - und ohne Taktstock - und hatte Kontrolle über das Geschehen. Die Sänger und Musiker folgten seinen kleinsten Gesten. In den Sätzen „Denn alles Fleisch, es ist wie Gras” und „Ihr habt nun Traurigkeit” hatte er langsamere Tempi gewählt, als man sie normalerweise zu hören bekommt, aber das paßte gut zu den melodiösen Linien.
Zusammenfassend kann man festhalten, daß Brahms' monumentales Meisterwerk zu einer imponierend schönen Aufführung gelangte, und das Publikum dankte für eineinviertel Stunden große Chormusik auf hohem Niveau mit standing ovations.”

Konzert mit dem Kammerchor con anima, 22. September 2008

(Rhea Maria Richter, Göttinger Tagblatt)

„Die erfahrenen Chorsänger über­zeugten unter der Leitung von Jan Scheerer sowohl mit Präzision und Expressivität als auch mit einer musikalischen Intention, die das Gesungene erlebbar machten.”[…]

„Intensiven Ausdruck erlangten die gesungenen Werke durch die genaue, ausgewogene Stimmführung.”

„Jan Scheerer setzte auf klangliche Balance, führte die einzelnen Parts derart zusammen, dass eine mitreißende Atmosphäre entstand.”

Konzert mit Kammerchor con anima, 11. Mai 2009

(Karl Friedrich Ulrichs, Göttinger Tagblatt)

„Ausgewogen die Stimmen, […] homogen innerhalb der Stimmen. Brahms’ „Abendständchen” wurde in wunderbarer Zartheit gesungen, leise und doch mit souveräner sängerischer Präsenz. Scheerer, ohne Noten mit Verve dirigierend, legte hörbar Wert auf die großen Bögen. Der Chor ließ sich Zeile um Zeile zur Klangfülle („der Töne Licht”) führen, die abermals in ein feines Piano zurückgenommen wurde.”

„Reuevoll klang das einleitende Gebet, mit starker Deklamation wurde Gottes Hoheit besungen, innig-versunken die Betrachtung der „Rosa mystica”; in scharfem Kontrast dazu ein bitter-ironisch antimilitaristischer Marsch, vom Chor kraftvoll-mächtig dargeboten, den billigen Effekt des Dröhnens meidend. Auch Details wurden mit großer Achtsamkeit gestaltet. Es war berührend, wie ein „Amen” nicht ohne dissonante Durchgangsnoten gleichsam in den Himmel geworfen wurde. Keine Frage: „Con anima” und Scheerer sind eine große Bereicherung der südniedersächsischen Chorlandschaft – in den Höhenlagen.”

Konzert mit Kammerchor con anima, 17. November 2009

(Claudia Oelze, Göttinger Tagblatt)

„Mit feinem agogischen Gespür leitete Jan Scheerer die Sänger durch die emotionalen Höhen und Tiefen der Musik und ließ mit seiner nah am Text ausgerichteten Interpretation die Worte erlebbare Gestalt annehmen. Wie sehr ihm die Ton-Wort-Beziehung am Herzen liegt, zeigte auch seine eigene Komposition über ein schwedisches Gedicht, das mit Stilmitteln wie unisono, plötzlichen dynamischen Wechseln und harmonischen Wendungen die im Text beschriebene Einsamkeit, das bedrohlich sehnliche Verlangen und die hoffnungsvolle Suche darstellt.
Die ausgefeilte künstlerische Arbeit Scheerers mit dem Chor dokumentierte sich darüber hinaus in allen Stücken in einem äußerst homogenen Stimmklang, auch innerhalb der einzelnen Stimmen, sensibler Textbehandlung, sowie guter Textverständlichkeit und reiner Intonation. Beeindruckend war dabei die dynamische Varianz von ganz zart und kaum hörbar wie in „Leise Töne der Brust” in „Nachtwache I” bis hin zu erregten Gefühlsausbrüchen in „Brausten alle Berge„ aus Brahms’ „Verlorener Jugend”.”

Konzert mit Sjølund Kammerkor, Königslutter, 25. Mai 2010

(Rainer Sliepen, Braunschweiger Zeitung)

„Der Kopenhagener Sjölund Kammerkor basiert auf einem volltönenden Fundament kräftiger Männerstimmen. Die Dänen überzeugen mit [der] sechs Vertonungen des Luther-Textes „Nun bitten wir den Heiligen Geist”. Auch hier unterstützt der Dom die unterschiedlichen Stile, die terrassendynamische Textausdeutung von Mattheus le Maistre (1505-1577) ebenso wie die Version Hugo Distlers (1908-1942). Da kontrastieren zart intonierende Frauenstimmen wirkungsvoll mit dem mächtigen Tutti der Männer.
Dazwischen Grieg mit effektvoll solistisch eingesetztem Tenor im Chorsatz „Im Himmel” und Brahms mit der Motette „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz”. Da finden die Dänen zu einer herzanrührenden schlichten Frömmigkeit.”

Konzert mit Holte Kammerkor 30. Mai 2010, Sorgenfri Kirke, Thema: Unglückliche Liebe

(Carl Otto Dethlefsen, Det Grønne Område)

„Der Chor wirkte gut aufgelegt und präzise. […] Die zwei deutschsprachigen Aufführungen von jeweils Dvorák und Brahms traffen genau den Ton unglücklicher Liebe, den man erwartet, wenn die Texte der besten Herz-Schmerz-Tradition entsprechen. […] Der Dirigent hatte sich selbst als Solist mit einer Reihe Klavierstücke von Debussy und Haydn [zwischen die Chorstücke] gelegt. Diese Solostücke entlarvten Jan Scheerer als einen mehr als fähigen Pianisten.”

Konzert mit Kammerchor con anima, 21. Juni 2010

(Maike Schmuck, Hessisch-/Niedersächsicher Anzeiger)

„Es war ein Klangerlebnis der Extraklasse, dem Göttinger Kammerchor con anima zu lauschen.”

Konzert mit Kammerchor con anima, 6. November 2010

(Hessisch-/Niedersächsicher Anzeiger)

„Der Chor beeindruckte dabei durch Präzision. Stimmvolumen und einer Vielzahl an Stimmfarben.
[…] Dabei überraschten sie mit starken Variationen in der Lautstärke und musizierten mit höchster Konzentration.”

Konzert mit Kammerchor con anima, 7. November 2010

(Michael Schäfer, Göttinger Tageblatt)

„Die Begegnung mit der sehr emotionalen skandinavischen Musik war spannend. Scheerer zeigte dabei besondere Vorliebe für lange Fermaten und für zarte Pianissimo-Klänge. […] Die Choristen folgen ihrem Dirigenten konzentriert, willig, sauber in der Intonation und mit viel Sinn für homogenen Klang.”

Konzert mit dem Kopenhagener Bachchor, 6. Dezember 2010

(Søren Schauser, Berlingske Tidende)

„Jan Scheerer auf dem Podium hat seine eigenen Ideen: Er hält ein paar Töne länger aus als sonst, läßt den Chor den innerlichen Choral „Wie soll ich Dich empfangen” sitzend singen, hat dagegen schnelle Ambitionen mit „Ehre sei Gott in der Höhe”.
Gut gemacht. Das klingt vielleicht, als wären es Kleinigkeiten. Aber die kann man hören in solch einem Klassiker.”